Ärger um das zweite Orsbecker Löschfahrzeug

WASSENBERG-ORSBECK. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Orsbeck hat scharfe Kritik an Stadtverwaltung und Wassenberger Wehrleitung geübt. Hintergrund ist, dass die Löschgruppe Orsbeck eines ihrer Löschfahrzeuge abgeben musste. Und das stößt beim Vorstand des Fördervereins und offensichtlich auch bei den Mitgliedern der Orsbecker Löschgruppe auf Unverständnis.

„Damit wurde die Ausrüstung der Einheit um die Hälfte reduziert, und dies, ohne die Löschgruppe hierüber angemessen zu informieren“, schreibt der Vorstand des Fördervereins in einer Stellungnahme, die unserer Zeitung vorliegt. Anstelle des Löschfahrzeuges soll es – so will es der neue Brandschutzbedarfsplan – nur noch ein Mannschaftstransportfahrzeug geben. Der Orsbecker Förderverein wirft der Wehrleitung und der Verwaltung vor, die örtliche Feuerwehrbasis „bewusst“ nicht in die Erstellung der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans einbezogen zu haben.

Im Brandschutzbedarfsplan, der kürzlich novelliert worden war, ist festgelegt, dass das Orsbecker Löschfahrzeug nach Ophoven verlegt wird. Dafür hat die Löschgruppe Orsbeck einen gebrauchten Mannschaftstransportwagen bekommen. Dieser Transportwagen könne neun Feuerwehrleute, jedoch kein Löschwasser, keine Atemschutzgeräte und nur begrenzt sonstiges Einsatzmaterial transportieren, teilte der Orsbecker Förderverein mit.

Damit stehen die Orsbecker Wehrleute vor einer neuen Situation. Denn seit 1982 haben sie immer über zwei Löschfahrzeuge verfügt. „Da sich die Rahmenbedingungen nicht verändert haben, stößt die Verlegung auf absolutes Unverständnis“, schreibt der Vorstand des Fördervereins, dessen Vorsitz Matthias Frankowiak hat, der auch Löschgruppenführer der Feuerwehr Orsbeck ist.

Nach Angaben der Stadtverwaltung habe es sich bei dem zweiten Orsbecker Löschfahrzeug allerdings lediglich um ein Reservefahrzeug gehandelt, das beim Ausfall eines Feuerwehrwagens an anderer Stelle eingesetzt worden wäre. Grundsätzlich wolle man aber jede Löschgruppe nur mit einem Fahrzeug ausstatten, um Kosten zu sparen.

In dem vom Stadtrat verabschiedeten Brandschutzbedarfsplan ist nun festgelegt, dass ein altes, reparaturanfälliges Fahrzeug der Löschgruppe Effeld ersetzt werden soll. Also musterte die Stadt das Effelder Löschfahrzeug aus. Dafür bekamen die Effelder Wehrleute das Löschfahrzeug aus Ophoven. Und die Ophovener das zweite Orsbecker Löschfahrzeug, das ja ohnehin nur zur Reserve vorgehalten worden sei. „Das Vorhalten eines Reservefahrzeugs ist weder gesetzlich vorgeschrieben noch erforderlich, da der Feuerwehrleitstelle gemeldete Fahrzeugausfälle über die Alarm- und Ausrückordnung berücksichtigt werden“, teilt Annika Schmitz, Sprecherin der Stadt Wassenberg, mit.

Das Vorgehen der Stadt könnte man so interpretieren: Um Geld zu sparen, möchte die Stadt Reservefahrzeuge loswerden. Nur die Löschgruppe Wassenberg-Mitte verfügt nun über zwei Löschfahrzeuge. Und das hat zur Folge, dass die Orsbecker nun mit nur noch einem Löschfahrzeug dastehen.

Bleibt die Frage nach der Informationspolitik. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Orsbeck teilt dazu mit, dass ein Mitglied der Löschgruppe eher zufällig in einer Vorlage zu einem städtischen Ausschuss auf die Information gestoßen sei. „Man wurde vor vollendete Tatsachen gestellt“, schreibt der Vorstand.

Die Stadt Wassenberg stellt den Vorgang etwas anders dar. Zunächst habe die Firma, die den Brandschutzbedarfsplan erarbeitet hat, den Entwurf einzelnen Vertretern von Verwaltung und Feuerwehr vorgestellt. „Über den Entwurf wurde zunächst Stillschweigen bewahrt“, teilt Schmitz mit. Das war am 7. Oktober 2016, damals seien Wehrleiter Holger Röthling, der am Mittwoch nicht zu erreichen war, und die Zugführer I und II dabei gewesen, so Schmitz. Der Brandschutzbedarfsplan sei dann noch einmal bei einer Dienstbesprechung am 1. Dezember thematisiert worden. Dazu habe man auch die Löschgruppenführer eingeladen, aus Orsbeck sei aber niemand erschienen. Auch weiteren Einladungen sei die Löschgruppe Orsbeck nicht gefolgt, „so dass eine Erläuterung des Entwurfes des Brandschutzbedarfsplans und Fahrzeugkonzepts nicht möglich war“.

In Orsbeck ist der Ärger jetzt jedoch groß. Es scheint, als hätten die Feuerwehrleute das Gefühl, dass ihre Arbeit nicht genügend wertgeschätzt wird. „Der Frust sitzt umso tiefer, da die Orsbecker Wehr in den letzten Jahren ihre Mitgliederzahl verdoppelt hat und 1993/94 und 2006/07 zweimal ihr Gerätehaus in kompletter Eigenleitung erweitert hat“, so der Förderverein. Die Stadt habe sich finanziell an den Materialkosten beteiligt. „Wertschätzung gegenüber dem Ehrenamt sieht anders aus“, schreibt der Vorstand.

Eine Konsequenz hat die Löschgruppe nun bereits gezogen: Die freiwillige Beteiligung am Umweltzug haben die Orsbecker beendet.

Quelle: Daniel Gerhards – http://www.aachener-zeitung.de/lokales/heinsberg/wassenberg/feuerwehr-aerger-um-das-zweite-orsbecker-loeschfahrzeug-1.1725737

Jahreshauptversammlung 2017

Auf unserer gestrigen Jahreshauptversammlung standen Beförderungen sowie Ehrungen an.
 
 
Löschgruppenführer Matthias Frankowiak wurde zum Hauptbrandmeister befördert. Sein Stellvertreter Philip Minkenberg wurde nach Absolvierung des Gruppenführerlehrgangs am Institut der Feuerwehr in Münster zum Brandmeister befördert. Zudem wurden Iwan Schmitz zum Unterbrandmeister und Sebastian Tetzlaff zum Oberfeuerwehrmann befördert.
 

UBM Iwan Schmitz

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Iwan Schmitz wurde nach Absolvierung des Truppführerlehrgangs zum Unterbrandmeister befördert.

 
Lukas Feiter und Patrick Cox erhielten für ihre 10-jährige Mitgliedschaft die Ehrennadel des VdF in Bronze. Rolf Reichel erhielt für besondere Verdienste die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold. Zugleich dankte ihm die Löschgruppe für 18 Jahre Vorstandsarbeit, die er als Kassierer und stv. Löschgruppenführer ausübte, und die 35-jährige Mitgliedschaft in der Orsbecker Löschgruppe mit einem kleinem Präsent.
 
Zuvor wurden Claus Vaehsen und Herbert Feiter für ihre 35-jährige Mitgliedschaft mit dem Stadtverbandsabzeichen in Gold und dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold geehrt.

Löschgruppe Orsbeck unter neuer Führung

Nach fast zehnjähriger Tätigkeit hat Stadtbrandinspektor Claus Vaehsen die Funktion des Löschgruppenführers der Löschgruppe Orsbeck an seinen Stellvertreter Oberbrandmeister Matthias Frankowiak weitergegeben. Zum neuen stellvertretenden Löschgruppenführer wurde Unterbrandmeister Philip Minkenberg bestellt.

Wechsel der Gruppenführerweste von Claus Vaehsen (r.) auf Matthias Frankowiak und Philip Minkenberg (l.).

Wechsel der Gruppenführerweste von Claus Vaehsen (r.) auf Matthias Frankowiak
und Philip Minkenberg (l.).

Aufgrund der Ernennung zum stellvertretenden Kreisbrandmeister zum 1.6.2015 wurde nunmehr der personelle Wechsel in der Leitung der Löschgruppe Orsbeck umgesetzt.

Im Rahmen einer Feierstunde mit anschließendem Kameradschaftsabend, die aufgrund eines Garagenbrandes verspätet im Feuerwehrgerätehaus Orsbeck begann, würdigten die verschiedenen Gäste die Verdienste von Claus Vaehsen während seiner Amtszeit. Besondere Erwähnung fand die Förderung der kameradschaftlichen Kontakte zu den befreundeten Feuerwehren und der Partnerschaft mit den Feuerwehrkameraden aus Straach (Sachsen-Anhalt), die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses 2007 durch die Löschgruppe sowie der Einsatz bei der Beschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeuges im Jahr 2013. Claus Vaehsen bedankte sich für die Unterstützung bei den Kameraden und deren Frauen und Freundinnen. Zukünftig wird er in der Funktion des Geschäftsführers weiterhin im Vorstand der Löschgruppe mitarbeiten.

Löschgruppe Orsbeck stellt stv. Kreisbrandmeister

Löschgruppenführer Claus Vaehsen wurde mit Wirkung zum 1.6.2015 neben Wehrleiter Günter Paulzen aus Gangelt zum stv. Kreisbrandmeister bestellt. Das Foto entstand anläßlich der Ernennung durch Landrat Stephan Pusch am 28.05.2015 im Kreishaus in Heinsberg. v.l.n.r. Günter Paulzen, Claus Vaehsen, Landrat Stephan Pusch, Hans-Hubert Plum, Gottfried Mannheims, KBM Klaus Bodden, BBM Manfred Savoir

Löschgruppenführer Claus Vaehsen wurde mit Wirkung zum 1.6.2015 neben Wehrleiter Günter Paulzen aus Gangelt zum stv. Kreisbrandmeister bestellt. Das Foto entstand anläßlich der Ernennung durch Landrat Stephan Pusch am 28.05.2015 im Kreishaus in Heinsberg. v.l.n.r. Günter Paulzen, Claus Vaehsen, Landrat Stephan Pusch, Hans-Hubert Plum, Gottfried Mannheims, KBM Klaus Bodden, BBM Manfred Savoir

Löschgruppe Orsbeck zieht Bilanz des Jahres 2014

„Das Jahr 2014 war für uns ein sehr erfolgreiches und auch arbeitsintensives Jahr“. Mit diesen Worten eröffnete Löschgruppenführer Claus Vaehsen die Jahreshauptversammlung der Löschgruppe Orsbeck, zu der er auch Wehrleiter Holger Röthling begrüßen konnte.

Aus dem Jahresbericht des Einheitsführers gingen insgesamt 30 Einsätze hervor, bei denen die Orsbecker Wehrleute 364 Stunden leisteten. Diese Einsatzzahl beinhaltet zahlreiche Sturmeinsätze, insbesondere im Juli vergangenen Jahres in Rothenbach. Die Löschgruppe Orsbeck leistete darüber hinaus 529 Stunden für Aus- und Fortbildungen.

Die Berichte der dienstlichen und kameradschaftlichen Aktivitäten der Löschgruppe sowie der Jugendfeuerwehr ließen das Dienstjahr Revue passieren. Besonders hervorzuheben war der turnusmäßige Partnerschaftsbesuch bei den Kameraden der Straacher Feuerwehr (Sachsen-Anhalt), zu der die Löschgruppe Orsbeck im kommenden Jahr bereits 20 Jahre freundschaftliche Kontakte pflegt.

JHV 2015 Beförderungen

Die beförderten Mitglieder der Löschgruppe Orsbeck mit Löschgruppenführer Claus Vaehsen (v.r.n.l.), stellvertretendem Löschgruppenführer Matthias Frankowiak , Patrick Cox, Lukas Feiter, Christoph Jansen, Stephan Lintzen und Wehrleiter Holger Röthling

 

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden nach erfolgreichem Lehrgangsbesuch die Kameraden Patrick Cox, Lukas Feiter und Stephan Lintzen zum Oberfeuerwehrmann und Andreas Zumfeld zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Christoph Jansen erhielt nach erfolgreich absolviertem Truppführerlehrgang die Beförderung zum Unterbrandmeister.

Die Löschgruppe Orsbeck besteht derzeit aus einer Feuerwehrkameradin und 24 Kameraden in der Einsatzabteilung, drei Jugendfeuerwehrleuten und 4 Mitgliedern in der Ehrenabteilung.

Feuerwehr erhält weibliche Verstärkung

Ramona Jütten aus Orsbeck tritt in die Einsatzabteilung der Löschgruppe Orsbeck ein

Ramona Jütten aus Orsbeck tritt in die Einsatzabteilung der Löschgruppe Orsbeck ein

Orsbeck. Die Löschgruppe Orsbeck der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Wassenberg hat mit dem Eintritt von Ramona Jütten in die Einsatzabteilung seit Jahrzehnten wieder ein weibliches Mitglied in ihren Reihen. Ihr Bruder und ihr Ehemann sind seit Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, sodass sie sich ebenfalls entschieden hat, ehrenamtlich anderen Menschen zu helfen und sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Zur Erlangung des fachlichen Wissens wird sie an der Grundausbildung auf Stadtebene im kommenden Jahr teilnehmen. Ihren ersten Einsatz hat sie bereits beim Wohnwagenbrand auf dem Campingplatz in Rosenthal hinter sich gebracht. „Mit Ramona Jütten haben wir eine gute personelle Verstärkung erhalten, da sie die notwendigen Voraussetzungen wie Hilfsbereitschaft und Teamgeist mitbringt. Auch wenn es mittlerweile einige Frauen bei den Feuerwehren gibt, war es für uns etwas besonderes, unser erstes weibliches Mitglied willkommen zu heißen“ so Löschgruppenführer Claus Vaehsen. Die Einsatzabteilung der Löschgruppe Orsbeck zählt mit Ramona Jütten derzeit 24 Mitglieder. (CV)

Löschgruppe Orsbeck besucht Partnerfeuerwehr

Straach 2014

Löschgruppe Orsbeck mit einer Abordnung der Feuerwehr Straach bei der Stadtrundfahrt in Wittenberg (Sachsen-Anhalt)

Zum turnusmäßigen Partnerschaftstreffen besuchte die Löschgruppe Orsbeck der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Wassenberg ihre Partnerfeuerwehr in Straach (Landkreis Lutherstadt Wittenberg/Sachsen Anhalt). Die seit nunmehr 18 Jahren bestehende Feuerwehrfreundschaft findet in zweijährigem Turnus wechselseitig in Orsbeck bzw. in Straach statt und ist geprägt von der Unterbringung der jeweiligen Teilnehmer bei den gastgebenden Wehrkameraden. Das diesjährige Partnerschaftswochenende begann mit einer Besichtigung der Werkfeuerwehr der Stickstoffwerke Piesteritz und anschließender Stadtrundfahrt in Wittenberg. Im Rahmen eines Kameradschaftsabend mit Übertragung des WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft wurde das Wiedersehen gebührend gefeiert. Die Löschgruppe Orsbeck gedachte am folgenden Tag den verstorbenen Straacher Kameraden, die die Partnerschaft seit 1996 mitgetragen haben. Im Rahmen des Straacher Dorffestes nahmen die Orsbecker Kameraden an einem Volleyballturnier teil, welches erwartungsgemäß nicht gewonnen wurde.
Mit einer unterhaltsamen Abendveranstaltung beim Dorffest und der Verabschiedung aus den Gastfamilien am darauffolgenden Tag endeten die diesjährigen Partnerschaftstage, bei denen bereits erste Überlegungen zum 20jährigen Bestehen im Jahr 2016 in Orsbeck getroffen wurden.